{"id":3128,"date":"2020-03-11T15:03:21","date_gmt":"2020-03-11T14:03:21","guid":{"rendered":"https:\/\/loeffler-schmeling-architekten.de\/?p=3128"},"modified":"2021-09-06T16:19:31","modified_gmt":"2021-09-06T14:19:31","slug":"wohnbebauung-koenigsberger-strasse-teilbereich-west-karlsruhe-waldstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wohnbebauung-koenigsberger-strasse-teilbereich-west-karlsruhe-waldstadt\/","title":{"rendered":"Wohnbebauung, K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe, Teilbereich West, Karlsruhe &#8211; Waldstadt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>St\u00e4dtebau<\/strong><\/p>\n<p>Es ist uns wichtig einen Ort zu schaffen, der einen angemessenen baulichen Auftakt f\u00fcr die K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe schafft und die sozialr\u00e4umlichen Voraussetzungen hat, um eine aktive Nachbarschaft zu entwickeln. Im besten Fall entsteht somit ein kleines Gemeinwesen.<\/p>\n<p>Aus diesen Grundgedanken entstand die Campusidee.<\/p>\n<p>Der Quartiersplatz ist durch seine Ausgestaltung der Platz h\u00f6chster Erreichbarkeit und Herzst\u00fcck der Nachbarschaft. Damit entsteht ein Ort beil\u00e4ufiger Begegnung als Voraussetzung vertiefender Interaktion und Kommunikation.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird m\u00f6glichst viel alter Baumbestand erhalten und die Raumfolge entlang der K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe bestehend aus folgenden Raumabwicklungen: Gr\u00fcnraum \u2013 Erlebnisraum \u2013 Gr\u00fcnraum, weiter gef\u00fchrt und in zeitgem\u00e4\u00dfer Weise\u00a0interpretiert.<\/p>\n<p>Das Ensemble besteht aus kleinen in sozialem Sinne \u00fcberschaubaren Geb\u00e4uden.<\/p>\n<p>So w\u00e4re es z.B. auch m\u00f6glich einzelne Geb\u00e4ude an alternative Interessensgruppen (z.B. Baugruppen) zu vergeben. Der Quartiersplatz weitet sich nach S\u00fcden. Durch die Abdrehung des s\u00fcdlichen Bauk\u00f6rpers entsteht zur K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe eine Aufweitung.<\/p>\n<p>An dieser verkehrstechnisch unproblematischen Stelle befindet sich auch die Abfahrt in die TG.\u00a0 Im Norden kann der Campus \u00fcber die Ladenzeile (Ideenteil) angebunden werden. Durch die Stellung der Bauk\u00f6rper im Westen \u00f6ffnet sich der Blick vom Platz zum nahe gelegenen Hardtwald. Die Abendsonne kann tief in den Quartiersplatz scheinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quartierswahrnehmung und Fl\u00e4chennutzung:<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Westseite werden die Giebel der Bauk\u00f6rper so weit wie m\u00f6glich an die Grundst\u00fccksgrenze an der K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe platziert, damit schon bei der Einfahrt das Quartier baulich pr\u00e4sent ist und eine Adresse erh\u00e4lt. Die Tiefgarage, die unter dem Quartiersplatz liegt, kann somit im Bereich des abgerissenen Geb\u00e4udes liegen. F\u00fcr die TG m\u00fcssen keine B\u00e4ume gef\u00e4llt werden.<\/p>\n<p>Durch die Anordnung der Geb\u00e4udek\u00f6rper entstehen Sichtachsen, die eine Durchl\u00e4ssigkeit in das Quartier erm\u00f6glichen. Die lineare Ostbebauung fasst den Gr\u00fcnraum und erh\u00e4lt somit den einzigartigen Charakter der Waldstadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freiraum <\/strong><\/p>\n<p>Der Freiraum ist klar in private und \u201ehalb\u00f6ffentliche\u201c Bereich differenziert.<\/p>\n<p>Auf und um den Quartiersplatz orientieren sich eine Reihe von allt\u00e4glichen Nutzungsangeboten. Diese f\u00f6rdern unangestrengt die Kommunikation der Nutzer.<\/p>\n<p>M\u00fcllbeh\u00e4lter und Fahrradabstellpl\u00e4tze liegen an viel begangenen Wegen und Unterliegen somit einer gewissen sozialen Kontrolle was der Sicherheit und der Pflege dient.<\/p>\n<p>Die privaten Gartenzonen oder die Loggien sind so gestaltet, dass man sich dort auch<\/p>\n<p>ungest\u00f6rt aufhalten kann. Private und halb\u00f6ffentliche Bereich sind im H\u00f6henniveau differenziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Architektur der Angemessenheit dr\u00fcckt sich f\u00fcr uns auch in einer sich nicht modisch verbrauchenden Architektur und bew\u00e4hrtem St\u00e4dtebau aus. Die sozialr\u00e4umlichen und typologischen Erfahrungen der Vergangenheit bedenkend gilt es, diese zeitgem\u00e4\u00df zu transformieren.<\/p>\n<p>Daher planen wir kleine hoch flexible Geb\u00e4ude mit einer L\u00e4nge von 23-30 m.<\/p>\n<p>Alle Wohnungen sind durchbindend und im Regelfall mit au\u00dfen liegenden B\u00e4dern versehen.<\/p>\n<p>Die Erschlie\u00dfung erfolgt \u00fcber komplett begr\u00fcnte Lauben mit hohen Aufenthaltsqualit\u00e4ten. Die Bepflanzung ist durch eine einfache wartungsarme Bew\u00e4sserung gew\u00e4hrleistet und reguliert sich bedarfsgerecht selbst.<\/p>\n<p>Da die Geb\u00e4ude relativ klein sind und die Nachbarschaft bekannt ist, erscheint es realistisch, dass diese Lauben als Freiraumangebot genutzt werden.<\/p>\n<p>Die Grundrisstypologie ist sehr flexibel.<\/p>\n<p>Innerhalb der von uns vorgeschlagenen Prim\u00e4rstruktur lassen sich unterschiedlichste Wohnungsgr\u00f6\u00dfen und daraus resultierende Wohnungsschl\u00fcssel und Wohnungsanzahl realisieren (siehe Erl\u00e4uterung zum Wohnungsschl\u00fcssel auf den Pl\u00e4nen).<\/p>\n<p>F\u00fcr den Entwurf haben wir uns prim\u00e4r an den Vorgaben der Auslobung orientiert, sp\u00e4tere Ver\u00e4nderungen w\u00e4ren innerhalb unserer Prim\u00e4rstrukur sehr leicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Standort<\/strong>\u00a0 Karlsruhe, K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe<br \/>\n<strong>Bauherr<\/strong>\u00a0 Volkswohnung Karlsruhe<br \/>\n<strong>Wettbewerbsjahr<\/strong>\u00a0 2019<br \/>\n<strong>Sonstiges<\/strong>\u00a0 Realisierungswettbewerb mit Ideenteil<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; St\u00e4dtebau Es ist uns wichtig einen Ort zu schaffen, der einen angemessenen baulichen Auftakt f\u00fcr die K\u00f6nigsberger Stra\u00dfe schafft und die sozialr\u00e4umlichen Voraussetzungen hat, um eine aktive Nachbarschaft zu entwickeln. Im besten Fall entsteht somit ein kleines Gemeinwesen. Aus diesen Grundgedanken entstand die Campusidee. Der Quartiersplatz ist durch seine Ausgestaltung der Platz h\u00f6chster Erreichbarkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3125,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[33],"tags":[102,83,92,196,194,62,110,122],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3128"}],"collection":[{"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3128"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3852,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3128\/revisions\/3852"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/klimagerechte-architektur.de\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}