Alter Schlachthof, Pforzheim

Wohnen und Arbeiten fördert Kunst und Kultur. Das ist der Leitsatz der Genossenschaft Gewerbekultur Pforzheim e.G. für die Entwicklung des Alten Schlachthof Pforzheims.

Als Büro wurden wir mit der kompletten Prozesssteuerung des staatlich geförderten Revitalisierungsprozesses beauftragt, gemeinsam mit der Genossenschaft Gewerbekultur Pforzheim e.G. ein neues lebendiges, ökologisches und kooperatives Quartier im und um den Alten Schlachthof zu entwickeln. Dies beinhaltet die Planung für die Zwischennutzung der großen Hallen des ehemaligen Schlachthofs für die Gewerbekultur Pforzheim e.G., die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, um die Potentiale des „Wohnen auf dem Dach“ zu ergründen und darzustellen und die städtebauliche Weiterentwicklung (Bebauungsplanverfahren ) des gesamten Areals als Mischgebiet für “Wohnen, Arbeiten, Kunst und Kultur“. Das Ziel ist dabei, das Gelände mit einer Nutzungsmischung von Gewerbe, Ateliers, sozialen Einrichtungen sowie inklusiven Wohnmodellen zu beleben. Damit entsteht ein Mehrwert für die direkte Umgebung und die Stadt Pforzheim.

Im Sinne einer dialogorientierten Prozessbegleitung, arbeiten wir kooperativ mit NutzerInnen, Nachbarn und der Stadtgesellschaft, um kreative und kulturelle Nutzungen zu erproben und Sanierungskonzepte für Künstlerateliers sowie Wohnen zu ermöglichen. Das Bestandsgebäude aus den 50er Jahren soll dabei nachhaltig genutzt werden können, indem ökologische und regionale Materialien zum Einsatz kommen und möglichst viel der Bestandsstruktur erhalten bleibt und ertüchtigt wird.

Die Besonderheit dieses Projekts ist die dynamische und gemeinschaftlich orientierte, partizipative Projektentwicklung, bei der viele Prozesse parallelisiert werden, Varianten gemeinsam erprobt und besprochen werden. Wir treten in diesem Projekt als Generalplaner mit der Firma MSing Cordoba Löffler GmbH auf und leisten die gesamte Prozessbegleitung und die Projektkoordination über alle relevanten Gewerke und Planungsphasen hinweg aus einer Hand. Diese Form der Prozessteuerung ist in wesentlichen Aspekten skalierbar und übertragbar auf andere ähnlich gelagerte Projekte von Kommunen und Firmen, die eine Revitalisierung alter Gewerbeobjekte für angemessen und nachhaltig erachten.

Standort Kleiststraße 2, Pforzheim
Bauherr Genossenschaft Gewerbekultur Pforzheim e.G.
Fertigstellung in Planung
Bauweise Massivbau, Holzbau
Projektsteuerung MSing Cordoba Löffler GmbH
Sonstiges Förderung im Rahmen der Patenschaft "Innovativ Wohnen BW"
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